Schritt 1: Hör genau hin und schreib auf, was du hörst
Such dir ein oder zwei Songs aus, die den Sound haben, den du willst. Hör sie mit Kopfhörern, einmal ganz und dann einmal für jede Zeile dieser Tabelle. Schreib auf, was du hörst, nicht, was du über den Künstler weißt.
| Was du notierst | Worauf du hörst | Wörter, die im Prompt funktionieren |
|---|---|---|
| Tempo | Wie schnell du mit dem Fuß mitwippen würdest. Miss es, statt zu raten. | „82 BPM“, „mid-tempo“, „half-time feel“ |
| Tonart und Tongeschlecht | Dur klingt meist hell, Moll dunkel oder angespannt. | „A minor“, „minor key“, „major key“ |
| Drums | Muster und Klang: Kick auf jedem Schlag, Snare auf zwei und vier oder nur auf drei, rollende Hi-Hats, live gespielt oder programmiert. | „four-on-the-floor kick“, „boom bap drums“, „gated snare“, „brushed drums“ |
| Bass | Ein E-Bass, ein Synth oder eine 808, die dröhnt und zwischen den Tönen gleitet. | „deep 808 bass“, „sub bass“, „warm bass guitar“, „funky synth bass“ |
| Akkorde | Ein einfacher Loop aus vier Akkorden, ein trauriger Piano-Loop, jazzige Akkorde, schwere Powerchords. | „four-chord loop“, „dark piano loop“, „jazzy seventh chords“ |
| Instrumente | Der Klang, der die Hook trägt, und was den Raum dahinter füllt. | „twangy electric guitar“, „warm analogue synth pads“, „vocoder“, „church organ“ |
| Stimmtyp und Vortrag | Männlich, weiblich oder eine Gruppe; tief oder hoch; gehaucht, rau, geschmettert oder geflüstert; gesungen, gerappt oder halb und halb. | „raspy male vocal“, „close-mic whispered female vocal“, „rapid multisyllabic rap“, „falsetto“ |
| Aufbau | Wie lang das Intro ist, wann der Refrain kommt, ob es eine Bridge oder einen Drop gibt. | Tags im Songtext-Feld: [Intro], [Verse], [Chorus], [Bridge] |
| Mix | Trocken und nah oder groß und hallig; hell oder warm; poliert oder roh. | „dry intimate mix“, „big reverb“, „raw mid-heavy mix“ |
| Ära | Das Jahrzehnt, nach dem die Produktion klingt. Das ist nicht immer das, in dem sie entstand. | „80s“, „late 90s“, „early 2000s“, „modern“ |
Für Tempo und Tonart nimm den BPM- und Tonart-Finder. Er läuft in deinem Browser, die Datei verlässt also nie dein Gerät. Er zeigt auch eine zweite mögliche Tonart, weil Paralleltonarten wie a-Moll und C-Dur dieselben Töne haben, und das Tempo kann halb oder doppelt so hoch herauskommen (ein Trap-Beat mit 70 BPM lässt sich auch als 140 zählen). Entscheide nach Gehör. Die Prompts bleiben auf Englisch, weil die Modelle englischen Klangwörtern zuverlässiger folgen; der Text darf deutsch sein, wie unser Ratgeber Suno Prompts auf Deutsch zeigt.
Schritt 2: Mach aus „ein Song, der wie … klingt“ einen Prompt
Ein guter Prompt beschreibt den Sound, nicht den Namen. Nutz ihn als Vorlage: deine Notizen in fester Reihenfolge, das Wichtigste zuerst:
- Genre und Ära: „modern country rock“, „dark 80s synth-pop R&B“.
- Tempo und Tonart: „82 BPM“, „minor key“.
- Drums und Bass: „trap-influenced drums with rolling hi-hats, deep 808 bass“.
- Das Leadinstrument: „twangy electric guitar“.
- Die Stimme: „raspy male vocal“.
- Stimmung und Mix: „small-town nostalgic mood“, „dry intimate mix“.
Vier bis sieben Beschreibungen, die in dieselbe Richtung zeigen, funktionieren besser als eine lange Liste. Nimm Wörter statt Zahlen wie „30% reverb“ oder „-6 dB“: In unseren Tests haben solche Zahlen den Klang nicht verändert. Lass den Songtext aus dem Style-Feld heraus, sonst singt das Modell deine Anweisungen. Dieselbe Beschreibung funktioniert als Suno-Prompt, bei Lyro oder in jedem anderen Text-zu-Musik-Tool, weil sie nur aus Klangwörtern besteht.
So sieht der ganze Weg für einen Sound aus. Notizen: etwa 82 BPM, Dur, eine raue Männerstimme, eine twangige E-Gitarren-Hook über geschrammelter Akustikgitarre, Trap-Hi-Hats, die über einen Country-Beat rollen, eine tiefe 808, ein Text über eine Kleinstadt. Prompt: „modern country rock, 82 BPM, major key, raspy male vocal, twangy electric guitar, trap-influenced drums with rolling hi-hats, deep 808 bass, warm acoustic guitar layer, small-town nostalgic mood“. Das ist der Hauptprompt unserer Seite über modernen Country-Rock (auf Englisch), nur mit Tempo und Tonart weiter vorn.
Dann schreib einen Text über dein eigenes Leben in dieser Stimmung. Der Songtext-Schreiber (auf Englisch) macht aus ein paar Details einen Entwurf, und wenn dir die Klangwörter fehlen, baut der Prompt-Generator die Style-Zeile aus Menüs. Du hast den Text schon? Lies Songtext in einen Song verwandeln.
Schritt 3: Erzeug ein paar Versionen und prüf sie
Jede Generierung ist eine neue Interpretation derselben Beschreibung. Mach also zwei oder drei Versionen und vergleich sie, bevor du etwas änderst. Bei Lyro kostet ein Song 4 Credits mit Lyro High oder 5 mit Lyro Extra, egal wie lang (von 30 Sekunden bis 3 Minuten). Drei Versionen mit Lyro High kosten also 12 Credits.
- Prüf Tempo und Tonart. Zieh deine beste Version in den BPM- und Tonart-Finder und vergleich sie mit deinen Notizen. Die Modelle von Lyro nehmen Tempo und Tonart als starken Hinweis, nicht als feste Vorgabe, eine Version kann also abweichen. Liegt sie weit daneben, erzeug sie neu und setz das Tempo direkt hinter das Genre, wie in BPM im Prompt festlegen (auf Englisch) erklärt.
- Ändere immer nur eine Sache. Stimmen die Drums nicht, schieb die Drum-Wörter weiter nach vorn. Klingt die Stimme zu sauber, probier „raspy“ oder „gravelly“ statt „rough“. Erzeug neu und vergleich.
- Hör auf die Melodie, nicht nur auf den Sound. Deine Version soll das Gefühl der Musik teilen, die du liebst, nicht ihre Melodie oder ihren Text. Erinnert dich eine Hook an einen bestimmten Song, veröffentliche die Version nicht: Erzeug neu oder schreib die Zeile um. Unsere Nutzungsbedingungen (auf Englisch) verlangen, dass du vor einer Veröffentlichung auf eine große Ähnlichkeit mit einem bekannten Song achtest.
Zehn ausgearbeitete Beispiele
Jede dieser Seiten nimmt einen Sound, nach dem oft mit dem Namen eines Künstlers gesucht wird, und schreibt ihn als Prompts ohne Namen: sechs Varianten, ein Songtext-Beispiel, Hinweise zu Tempo und Tonart und die Fehler, die du vermeiden solltest. Alle zehn sind auf Englisch, und die Prompts funktionieren genauso für einen deutschen Song.
| Oft gesucht als | Der Sound in Worten | Beispielseite |
|---|---|---|
| The Weeknd | düsterer 80er-Synth-Pop-R&B, Gated Snare, warme analoge Synth-Pads, männliches Falsett, nächtliche Stimmung, um 100 BPM | Düsterer 80er-Synth-R&B (auf Englisch) |
| Taylor Swift | erzählender Country-Pop, Akustikgitarre, leichte Besen-Drums, bekenntnishafte Frauenstimme, eine Bridge, die die Perspektive wechselt | Erzählender Country-Pop (auf Englisch) |
| Drake | atmosphärischer Rap, gedämpfte Synth-Pads, sparsame 808, halb gesungene, halb gerappte Männerstimme, dunkler, halliger Mix, um 88 BPM | Melancholischer Toronto-Rap (auf Englisch) |
| Eminem | Boom-Bap-Hip-Hop, schneller Rap mit mehrsilbigen Reimen, aggressiver Vortrag, düsterer Piano-Loop, Moll, um 92 BPM | Schneller, technischer Rap (auf Englisch) |
| Billie Eilish | minimalistischer Dark Pop, geflüsterte Frauenstimme ganz nah am Mikro, Sub-Bass, sparsame, gedämpfte Drums, trockener, intimer Mix | Whisper-Pop (auf Englisch) |
| Linkin Park | Nu-Metal mit Rap, tief gestimmte Gitarren, gerappte Strophen, ein geschriener Refrain mit melodischer Ebene darunter, Turntable-Scratches | Nu-Metal mit Rap (auf Englisch) |
| Metallica | Thrash Metal, Palm-Mute-Riffs, schnelle Doublebass, Gang-Shouts, roher, mittenbetonter Mix, um 180 BPM | Thrash Metal (auf Englisch) |
| Daft Punk | French House, gefilterter Disco-Loop, pumpender Sidechain, Funk-Gitarren-Stabs, eine Vocoder-Stimme, die eine kurze Phrase wiederholt | French House mit Roboterstimme (auf Englisch) |
| Coldplay | hymnischer Piano-Pop-Rock, klingende E-Gitarre, männliches Falsett, ein „Oh-oh“-Chor wie im Stadion, viel Hall | Stadion-Piano-Pop-Rock (auf Englisch) |
| Morgan Wallen | moderner Country-Rock, raue Männerstimme, twangige E-Gitarre, Trap-beeinflusste Drums, tiefe 808, Kleinstadt-Stimmung | Moderner Country-Rock (auf Englisch) |
Die Künstler werden nur genannt, um die Sounds zu benennen, nach denen Leute suchen. Lyro Music hat keine Verbindung zu ihnen, und diese Prompts beschreiben allgemeine Produktionsmerkmale einer Ära, nicht die Melodien, Texte oder Aufnahmen von irgendwem. Mehr Genres findest du in unserer Prompt-Bibliothek.
Type Beats: was sie sind und wie du einen mit KI machst
Ein Type Beat ist ein Instrumental im Stil eines bekannten Künstlers, das Produzenten „[Künstler] Type Beat“ nennen, damit es findet, wer diesen Sound sucht. Einen mit KI zu machen ist dieselbe Methode mit Beat-Notizen: das Drum-Muster, die 808, das Melodieinstrument, die Stimmung und das Tempo. Lass jeden Namen aus dem Prompt weg, den des Künstlers wie den des Produzenten, und auch Producer-Tags (den kurzen gesprochenen oder gesungenen Drop am Anfang der Beats eines Produzenten): Ein Tag ist die Signatur einer Person, kein Teil des Sounds.
| Worauf du hörst | Was du dich fragst | Wörter für den Prompt |
|---|---|---|
| Hi-Hats | Gerade, in schnellen Triolen-Rolls oder fast gar nicht? | „rapid hi-hat rolls“, „sparse hi-hats“ |
| Snare oder Clap | Auf zwei und vier oder nur auf drei (Halftime)? | „half-time feel, clap on beat three“ |
| 808 | Lang und gleitend, kurz und knackig, sauber oder verzerrt? | „long sliding 808“, „punchy 808“, „distorted 808“ |
| Melodieinstrument | Glocken, Klavier, Kirchenorgel, Flöte, gezupfter Synth, ein Gitarren-Loop? | „church organ chords“, „sparkly bell melody“, „dark piano loop“ |
| Raum und Stimmung | Dunkel und schwer oder luftig und verträumt? | „dark“, „dreamy, airy“, „wide reverb“ |
| Tempo | Trap wird mit 130 bis 160 BPM notiert, fühlt sich aber halb so schnell an. | „140 BPM, half-time feel“ |
Zwei Beispiele. Ein Trap-Beat auf Kirchenakkorden: „trap, 140 BPM, church organ chords, piano melody, rapid hi-hat rolls, long sliding 808 bass, clap on beat three, dark mood, instrumental“. Manche Producer-Szenen haben schon ein eigenes Genre-Wort, das du nutzen kannst: Plugg zum Beispiel ist eine Trap-Spielart mit funkelnden Melodien, tiefen 808s und sparsamen, entspannten Drums. „plugg, sparkly bell-like synth melody, deep 808 bass, sparse relaxed drums with few hi-hats, dreamy mood, instrumental“ bringt dich also ohne Namen dorthin. Viele Produzenten schreiben den Künstlernamen in den Titel; bei Lyro bleibt er aus Titel und Prompt draußen, weil Lyros Regeln keinen echten Künstler als Stilvorgabe erlauben. Unser Deutschrap-Prompt geht tiefer auf Drums und Tempo ein, und wenn du den Beat selbst baust, macht Lyro eine KI-Stimme für deinen Beat.
Wie eine Serien-Titelmelodie oder ein Filmscore
Die Methode funktioniert auch für Musik zu einer Serie oder einem Film: Beschreib die Instrumente und die Stimmung dieser Art von Thema und schreib deine eigene Melodie. Die Melodie einer Titelmusik kann urheberrechtlich geschützt sein; ihre Stimmung und ihre Instrumente sind Stil, und Stil als solchen schützt das Urheberrecht nicht (mehr dazu im letzten Abschnitt). Brauchst du das echte Thema, frag die Rechteinhaber nach einer Lizenz: Kein KI-Tool kann dir eine geben.
| Das Gefühl | Wörter, die es beschreiben |
|---|---|
| Krimiserien-Intro | „dark synth bass pulse, tense strings, sharp metallic hits, short piano stabs, minor key, ends on a hit“ |
| Sitcom-Titelmusik | „bright and bouncy, slap bass, horn stabs, hand claps, major key, cheerful“ |
| Nachrichten-Opener | „urgent synth pulse, timpani, brass fanfare, ticking percussion, confident“ |
| Naturdoku | „sweeping strings, French horn, soft choir pad, slow build, majestic“ |
| Action-Trailer | „low string ostinato, swelling brass, taiko drums, choir, builds to a climax“ |
| Gameshow | „brassy big band, swing rhythm, cymbal crashes, playful“ |
Die meisten Titelmusiken haben keinen Gesang, also schreib „instrumental“ dazu. Der kürzeste Song bei Lyro dauert 30 Sekunden; für einen kürzeren Jingle schneidest du ihn im Studio. Mehr Ideen findest du bei den Cinematic-Prompts (auf Englisch) und den Prompts für Intros (auf Englisch).
Was du übernehmen kannst (den Stil) und was nicht (Namen, Melodien, Texte)
Einen Stil kannst du übernehmen. Namen, Melodien und Texte sind etwas anderes, aus drei Gründen: die Tools, die Plattformen und das Recht.
- Manche Tools lehnen Namen ab. Das Hilfe-Center von Suno nennt die Namen bekannter Künstler oder Personen unter den Dingen, die verhindern können, dass ein Song erzeugt wird (Suno-Hilfe-Center). ElevenLabs gibt einen Fehler zurück, wenn ein Musik-Prompt eine Band oder einen Musiker beim Namen nennt, und schlägt einen anderen Prompt vor (Dokumentation von ElevenLabs). Nicht jedes Tool arbeitet so: Udios Prompt-Anleitung zeigt ein Beispiel mit „in the style of“ und sagt, dass das Ergebnis ein ähnliches musikalisches Gefühl einfängt (Udio-Hilfe-Center). Lyros Richtlinie zur akzeptablen Nutzung (auf Englisch) erlaubt keine echten Künstler, Bands oder Songs als Stilvorgabe, und selbst wo ein Tool einen Namen annimmt, ist die Beschreibung das, was du wiederverwenden und anpassen kannst.
- Plattformen verbieten, einen Track als den eines anderen auszugeben. Die Plattformregeln von Spotify zählen Inhalte auf, die andere imitieren, um zu täuschen, etwa wenn Name, Bild oder Beschreibung eines anderen Creators kopiert werden oder sich jemand irreführend als andere Person ausgibt (Spotify-Plattformregeln). Die Community-Richtlinien von Suno verbieten, sich als Künstler auszugeben und bestehende Songs nachzubauen (Suno, 1. Oktober 2026).
- Das Recht schützt Songs, keine Stile. In den USA sagt das Copyright Office, dass das Urheberrecht künstlerischen Stil nicht als eigenes Element eines Werks schützt; das Gesetz kann aber greifen, wenn ein Ergebnis „im Stil von“ schutzfähige Elemente eines bestimmten Werks kopiert (US Copyright Office, Juli 2024). Dieselbe Behörde nennt Melodie, Rhythmus, Harmonie und Text als die wichtigsten schutzfähigen Elemente eines Songs und zählt Tonleitern, Arpeggien und Standard-Akkordfolgen zum Gemeingut (Compendium des US Copyright Office). Die Regeln sind von Land zu Land verschieden, und das hier ist keine Rechtsberatung.
In der Praxis heißt das: Beschreib den Sound, schreib Melodie und Text selbst und lass den Namen des Künstlers aus Prompt, Titel, Credits und Beschreibung heraus. Lyros Regeln erlauben nicht, einen Track als Werk eines echten Künstlers, mit ihm als Feature oder als mit ihm verbunden auszugeben. Die häufigen Fragen haben die Kurzfassung, und unser Tracker zu KI-Musik-Regeln (auf Englisch) sammelt die Regeln jeder Plattform.
Fragen
Wie mache ich Musik im Stil eines Künstlers mit KI?
Beschreib den Sound des Künstlers, nicht den Künstler. Notier Tempo, Tonart, Drums, Bass, Akkorde, Leadinstrumente, Stimmtyp, Aufbau, Mix und Ära von ein oder zwei Songs und schreib daraus einen Prompt: zuerst Genre und Ära, dann Tempo, Drums und Bass, das Leadinstrument, die Stimme und die Stimmung. Erzeug zwei oder drei Versionen, prüf Tempo und Tonart mit dem BPM- und Tonart-Finder und schreib Melodie und Text selbst.
Darf ich einen Künstlernamen in einen Suno-Prompt schreiben?
Suno kann den Namen blockieren: Laut seinem Hilfe-Center wird ein Song womöglich nicht erzeugt, wenn er Namen bekannter Künstler oder Personen enthält (Suno). Beschreib stattdessen den Sound: Ära, Tempo, Drums, Bass, Instrumente und die Art der Stimme. Die zehn ausgearbeiteten Beispiele oben zeigen, wie das geht, vom düsteren 80er-Synth-R&B bis zum modernen Country-Rock. Bei Lyro ist die Regel ausdrücklich: keine echten Künstler, Bands oder Songs als Stilvorgabe.
Wie mache ich einen Beat im Stil eines bekannten Produzenten?
Beschreib den Beat, nicht den Produzenten. Notier das Hi-Hat-Muster, wo Snare oder Clap landen, die Art der 808, das Melodieinstrument, die Stimmung und das Tempo, und schreib daraus einen Prompt; der Abschnitt über Type Beats oben hat zwei ausgearbeitete Beispiele. Lass den Namen des Produzenten und seinen Tag weg: Der Tag ist seine Signatur, und ihn zu kopieren hieße, deinen Beat als seinen auszugeben.
Kann KI einen Song wie eine Serien-Titelmelodie machen?
Sie kann ein eigenes Thema mit demselben Gefühl machen. Beschreib Instrumente und Stimmung, etwa „dark synth bass pulse, tense strings, sharp metallic hits, short piano stabs, minor key, ends on a hit“ für eine Krimiserie, schreib „instrumental“ dazu und lass die Melodie neu sein. Verlang nicht die Melodie des echten Themas: Eine Melodie kann geschützt sein, eine Stimmung nicht. Brauchst du das echte Thema, frag die Rechteinhaber nach einer Lizenz.
Ist es legal, einen Song im Stil eines anderen Künstlers zu machen?
Das Urheberrecht lässt Stil im Allgemeinen frei: In den USA schützt es künstlerischen Stil nicht als eigenes Element eines Werks (US Copyright Office). Es kann aber Melodie, Rhythmus, Harmonie und Text eines bestimmten Songs schützen (Compendium). Ein eigener Song in ähnlichem Stil ist also etwas anderes als eine kopierte Melodie oder ein Track, der als Werk des Künstlers ausgegeben wird. Die Regeln sind von Land zu Land verschieden; das ist keine Rechtsberatung.
Was ist ein Type Beat, und wie mache ich einen mit KI?
Ein Type Beat ist ein Instrumental im Stil eines bekannten Künstlers, betitelt als „[Künstler] Type Beat“, damit es findet, wer diesen Sound sucht. Um einen mit KI zu machen, beschreib den Beat, nicht den Künstler: Drum-Muster, 808, Melodieinstrument, Stimmung und Tempo, zum Beispiel „trap, 140 BPM, church organ chords, piano melody, rapid hi-hat rolls, long sliding 808 bass, clap on beat three, dark mood, instrumental“. Lass Namen und Tags von Künstlern und Produzenten aus dem Prompt weg, bei Lyro auch aus dem Titel. Einen Stil zu übernehmen ist in Ordnung, denn in den USA schützt das Urheberrecht Stil nicht als solchen (US Copyright Office); eine Melodie oder ein Sample zu kopieren nicht.
Was passiert, wenn ich bei Lyro einen Künstlernamen eingebe?
Lyros Regeln erlauben keine echten Künstler, Bands oder Songs als Stilvorgabe. Schreibst du im Prompt „in the style of“ oder „like“ und dahinter einen Namen, weist dich die Prompt-Prüfung darauf hin, und „Mit KI verbessern“ macht aus dem Namen Klangwörter, die du behalten kannst. Lehnt das Musikmodell einen Song ab, meist wegen eines Künstlernamens, expliziter Wörter oder Zeilen aus einem bestehenden Song, bekommst du die Credits automatisch zurück.
Quellen
- Suno-Hilfe-Center, „Does Suno moderate songs?“, bearbeitet am 19. Dez. 2025, gelesen am 5. Okt. 2026
- ElevenLabs-Dokumentation, „Music quickstart“, gelesen am 5. Okt. 2026
- Udio-Hilfe-Center, „Prompt Like a Master“, 7. März 2025, gelesen am 5. Okt. 2026
- Spotify, „Spotify Platform Rules“ (Plattformregeln), gelesen am 5. Okt. 2026
- Suno, „Community Guidelines“, aktualisiert am 1. Okt. 2026, gelesen am 5. Okt. 2026
- US Copyright Office, „Copyright and Artificial Intelligence, Part 1: Digital Replicas“, Juli 2024 (PDF), gelesen am 5. Okt. 2026
- US Copyright Office, „Compendium of U.S. Copyright Office Practices“, dritte Auflage, Kapitel 800, 28. Jan. 2021 (PDF), gelesen am 5. Okt. 2026