Was in welchem Alter ankommt
- 3 bis 4 Jahre: Kurze Zeilen, viele Wiederholungen, Geräusche zum Mitmachen. Der Name im Refrain, dazu Dinge, auf die das Kind zeigen kann: Gummistiefel, Bagger, Laufrad, Kuscheltier.
- 5 bis 6 Jahre: Jetzt darf es eine kleine Geschichte sein. Das Kind ist Held einer Abenteuerreise, mit dem besten Kitafreund an der Seite. Vorschulkinder lieben es, wenn das Lied zeigt, was sie schon können.
- 7 bis 10 Jahre: Weniger Babyhaftes, mehr Coolness. Hobbys, Lieblingsspiel, Verein, Witze, über die es selbst lacht. In diesem Alter merkt ein Kind sofort, wenn ein Lied zu kindisch klingt.
Schreib uns das genaue Alter dazu. Danach richten sich Wortwahl und Länge der Zeilen.
Kindergeburtstag, Einschulung, Gute Nacht, Mut
Kindergeburtstag: Ein Lied zum Einzug ins Wohnzimmer, bevor die Kerzen ausgepustet werden, oder als Tanzlied zwischen Topfschlagen und Schatzsuche. Einschulung: Ein Song über die Schultüte, den neuen Ranzen und den ersten Schulweg, gespielt am Morgen des großen Tages oder beim Familienkaffee danach. Gute-Nacht-Lied: Für Kinder, die abends schwer zur Ruhe kommen, ein ruhiges Lied, das jeden Abend gleich klingt und gerade deshalb beruhigt. Mutmachlied: vor dem Zahnarzt, vor einem Termin im Krankenhaus, vor der ersten Übernachtung bei Oma, vor dem Wechsel in eine neue Kita.
Ein Mutmachlied, das wirklich hilft
Ein Mutmachlied wirkt am besten, wenn das Kind es vorher kennt. Spiel es in den Tagen davor ein paar Mal, beim Frühstück oder im Auto, damit es am schweren Tag vertraut klingt. Inhaltlich gilt: Die Angst darf im Lied vorkommen, aber nicht groß werden. Besser „Der Zahnarzt zählt die Zähne, Emma zählt einfach mit“ als „Hab keine Angst vor dem Bohrer“. Erzähl uns, was deinem Kind sonst Mut macht, etwa der Stofflöwe in der Jackentasche oder ein Satz, den ihr euch immer sagt. Genau das wird der Refrain.
Damit Kinder mitsingen können
Kinder singen mit, wenn der Refrain einfach ist. Wünsch dir deshalb einen kurzen Refrain mit dem Namen am Anfang und einer Zeile, die sich wiederholt. Bewegungen helfen auch: „klatsch zweimal“, „spring hoch“, „dreh dich im Kreis“. Im Text, den du vor dem Singen bekommst, kannst du schwierige Wörter gegen einfache tauschen. Für Kitakinder passt Pop mit fröhlichem Tempo, für Grundschulkinder, die schon eigene Musik hören, auch Rap oder Rock, für den Abend ein Schlaflied.
Geschwister, Freunde und was ins Internet gehört
Hat dein Kind Geschwister, überleg, ob jedes ein eigenes Lied bekommt. Ein Siebenjähriger, der im Lied seiner kleinen Schwester nur Nebenfigur ist, fühlt sich schnell zurückgesetzt. Erwähne ihn, aber mit einer eigenen netten Zeile. Und ein Hinweis zum Teilen: Ein Lied mit vollem Namen, Schule und Wohnort gehört nicht in ein öffentliches Video. In den Text kommt der Vorname. In der Familiengruppe darf der Song mit Video laufen, öffentlich lieber ohne Gesicht des Kindes.
Beispieltext (frei erfunden, für „Ida“, 6, zur Einschulung)
Ein Beispiel, damit du siehst, wie konkret ein Text werden kann. Dein Song wird aus deinen Angaben geschrieben.
[Verse 1] Ida hat den Ranzen auf, der ist so blau wie Meer Die Schultüte ist fast so groß wie sie und ziemlich schwer Ihr Hase Hoppel guckt aus der Jackentasche raus Heute geht es los, sie winkt und läuft voraus [Chorus] I, I, Ida, eins, zwei, drei Heute ist die Ida in der Schule mit dabei Klatsch in die Hände, spring einmal hoch Ida kann das, Ida schafft das doch [Verse 2] Das I, das D, das A, die kennt sie schon genau Sie malt sie an die Scheibe, wenn es regnet, grau in grau